Glossar

Abendgymnasium

Angebot des Zweiten Bildungsweges. Hier können Menschen ab 19 Jahren berufsbegleitend das Abitur nachmachen. Voraussetzungen sind eine abgeschlossene Berufsausbildung oder mindestens dreijährige Berufstätigkeit und der Realschulabschluss. Dauer: in der Regel 4 Jahre.

Abendrealschule

Angebot des Zweiten Bildungsweges. Hier können Menschen mit Hauptschulabschluss berufsbegleitend den Realschulabschluss nachmachen. Dauer: 2-3 Jahre.

Au-Pair

Junge Menschen ab 18 Jahren arbeiten für 6-12 Monate in einer Gastfamilie in einem anderen Land. Zu ihren Aufgaben gehören Kinderbetreuung und leichte Haushaltstätigkeit. Sie erhalten ein monatliches Taschengeld und besuchen während ihres Aufenthaltes einen Sprachkurs.

Ausbildung, betriebliche

Praktische Ausbildung im Ausbildungsbetrieb und theoretischer Unterricht in einer Berufsschule. Duales Ausbildungssystem.

Ausbildung, duale
Ausbildung, schulische

Die Ausbildung erfolgt an einer Berufsfachschule. Neben dem theoretischen Unterricht gibt es auch Praktika.

Ausbildungsordnung

Jede betriebliche Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf unterliegt einer Ausbildungsordnung. Sie regelt die Berufsbezeichnung, die Ausbildungsdauer, die zu vermittelnden Kenntnisse und Fertigkeiten, den Ausbildungsrahmenplan und die Prüfungsordnung. Die Ausbildungsordnung bzw. der Ausbildungsrahmenplan ist die Grundlage für den betrieblichen Ausbildungsplan eines Ausbildungsbetriebes.

Ausbildungsvergütung

Vergütung während der betrieblichen Ausbildung oder dem BA-Studium. Die Höhe der Ausbildungsvergütung steht im Ausbildungsvertrag, steigert sich von Ausbildungsjahr zu Ausbildungsjahr und kann je nach Ausbildung sehr unterschiedlich sein.

Ausbildungsvertrag

Vor Beginn einer Ausbildung muss ein Berufsausbildungsvertrag abgeschlossen werden. Bei Minderjährigen muss ein Erziehungsberechtigter den Vertrag unterschreiben. Er regelt Ausbildungszeit und -ort, Arbeitszeit, Urlaubsanspruch und Ausbildungsvergütung.

BAföG

Leistung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz. Siehe auch www.das-neue-bafoeg.de.

Berufsausbildungsbeihilfe

Finanzielle Unterstützungsmöglichkeit während der Ausbildung bei besonderen Belastungen, wie etwa Fahrt- oder Mietkosten. Näheres prüft die Agentur für Arbeit.

Berufsfachschule

Ausbildungsstätte für Berufe mit schulischer Ausbildung. Vor allem bei Gesundheitsberufen und Technischen Assistenten. Nach Beendigung der in der Regel dreijährigen Schulzeit hat man einen anerkannten Berufsabschluss.

Berufsinformationszentrum BIZ

Angebot der Agentur für Arbeit

Berufskolleg

Angebot des Zweiten Bildungsweges. Hier können Menschen ab 19 Jahren die Fachhochschulreife oder das Abitur nachmachen. Voraussetzungen sind eine abgeschlossene Berufsausbildung oder mindestens dreijährige Berufstätigkeit und der Realschulabschluss. Nach mindestens zweijährigem Berufskolleg kann eine Berufsbezeichnung erworben werden. Der Unterricht erfolgt ganztägig, eine Berufstätigkeit ist also nicht möglich. Dauer: 1-3 Jahre.

Berufsoberschule

Angebot des Zweiten Bildungsweges. Hier können junge Menschen mit Hauptschulabschluss und abgeschlossener Berufsausbildung oder mehrjähriger Berufstätigkeit die Fachschulreife (Mittelstufe), die Fachhochschulreife (Oberstufe) oder das Abitur (Oberstufe) nachholen. Der Unterricht erfolgt ganztägig. Dauer: 1 Jahr Mittelstufe und 2 Jahre Oberstufe.

Berufsschule

Hier erfolgt der theoretische Unterricht einer betrieblichen/dualen Ausbildung. Die Berufsschulen sind Fachrichtungen zugeordnet. Der Unterricht erfolgt entweder an ein bis zwei Tagen in der Woche oder geblockt für mehrere Wochen und wechselt sich mit der Ausbildung im Betrieb ab.

Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)

Das ist eine einjährige Schulform für Jugendliche nach der allgemeinen Schulpflicht, die keinen Ausbildungsplatz oder Arbeitsstelle gefunden haben. Am Ende des Schuljahres besteht die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss zu erwerben.

Betriebsrat

Der Betriebsrat ist die Interessensvertretung der Beschäftigten in einem Unternehmen oder Betrieb. In Betrieben mit mehreren Auszubildenden gibt es oft eine Jugendvertretung. In größeren Betrieben ist häufig ein Mitglied des Betriebsrates bei Bewerbungsgesprächen anwesend.

Duale Hochschule (früher: Berufsakademie)

Hier wechselt sich Studium an der Dualen Hochschule und praktische Arbeit in einem Ausbildungsbetrieb ab (dualer Studiengang). Im Gegensatz zu anderen Studenten werden die Studenten der Dualen Hochschule von ihren Ausbildungsbetrieben bezahlt. Duale Hochschulen sind vor allem in Baden-Württemberg sehr verbreitet.

Fachhochschule

Gehört zu den Hochschulen. Voraussetzung ist die Fachhochschulreife.

Fernuniversität

Angebot der Fernuniversität Hagen zum berufsbegleitenden Studium.

Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ)

Junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren können hier wie beim Freiwilligen Sozialen Jahr ein Bildungsjahr im Umweltbereich machen.

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

Das Freiwillige Soziale Jahr ist das gesetzlich geregelte Bildungsjahr im sozialen und kulturellen Bereich für Menschen zwischen 16-27 Jahre. Es wird in der Regel als Vorpraktikum anerkannt und wird als Wartezeit für einen Studienplatz angerechnet.

Hochschule

Dazu gehören Universitäten, Technische Hochschulen, Pädagogische Hochschulen, Fachhochschulen, Kunst-, Musik- und Sporthochschulen sowie die Fernuniversität.

Kammern

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) ist die öffentlich-rechtliche Vertretung der Unternehmen und die Handwerkskammer die Vertretung der Handwerksbetriebe. Zu ihren Aufgabenbereichen gehören die Interessensvertretung der Mitglieder, regionale Strukturplanung und auch die Kontrolle und Überwachung der Berufsausbildung. Sie führen die Abschlussprüfungen der betrieblichen Ausbildungen durch.

Meister-BAföG

Fördermöglichkeit während des Besuchs der Meisterschule oder einer anderen zeitaufwändigen Weiterbildung.

Meisterschule

Bietet nach einer abgeschlossenen handwerklichen Berufsausbildung die Weiterbildung zur Meisterin oder zum Meister. Der Unterricht erfolgt ganztägig. Finanzielle Unterstützung ist mit dem Meister-BAföG möglich.

Probezeit

Ausbildungs- und Arbeitsstellen beginnen in der Regel mit einer Probezeit. Beim Ausbildungsvertrag sind dies meist drei Monate. In der Probezeit kann von beiden Seiten das Ausbildungsverhältnis ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist und ohne Nennung von Gründen gekündigt werden.

Qualipass

Der Qualipass ist eine Dokumentenmappe für persönliche oder fachliche Kompetenzen, die außerhalb des Schulunterrichts erworben wurden. Hierzu gehören besondere Schulaktivitäten ebenso wie Vereinsmitarbeit, Engagement im Jugendhaus oder Jugendprojekt, der Ferienjob oder Computerkurs. Zertifikate aus dem Qualipass sollten in keiner Bewerbungsmappe fehlen!

Verbundausbildung

Hier erfolgt die Ausbildung gemeinsam in verschiedenen Betrieben, Behörden oder außerbetrieblichen Bildungseinrichtungen, um die Anforderungen der Ausbildungsordnung erfüllen zu können.

Zulassungsbeschränkte Studiengänge

Es gibt Studiengänge, die bundesweite Zulassungsbeschränkungen haben (NC/Numerus-clausus) und solche, die nur an einzelnen Unis beschränkt sind. Für beide gelten besondere Bewerbungsfristen und Bewerbungsverfahren. Zentral wird das über www.hochschulstart.de (früher: ZVS) geregelt.

Zweiter Bildungsweg

Möglichkeiten für Menschen mit Berufsausbildung oder mehrjähriger Berufstätigkeit Bildungsabschlüsse nachzuholen. Es gibt berufsbegleitende Angebote am Abend oder Wochenende wie auch Ganztagsangebote.